Qualitativ hochwertige Lokalisierung für einen großen Automobilhersteller

Kunde:

Ein deutscher Automobilhersteller mit mehreren international bekannten Marken. Der Kunde exportiert in zahlreiche Märkte, erlebte aber mit dem herkömmlichen Übersetzungs- und Lokalisierungsprozess in drei Sprachen immer wieder Probleme und Frustration.

Herausforderungen

Das Unternehmen hat Produktionsanlagen mit komplexen Abläufen in mehreren Ländern. Dies bedeutet, dass bei der Arbeit immer wieder geografische Grenzen überquert werden und dabei auch die Sprache und die Kultur gewechselt wird. Alphas erstes Projekt in Zusammenarbeit mit diesem Kunden war eine Reihe von internen Schulungsunterlagen, bei denen hohe Anforderungen an die Präzision gestellt wurden, um eine effektive Kommunikation und reibungslose Abläufe zu gewährleisten. Das Unternehmen hatte enge Terminvorgaben, sodass die Qualitätssicherung nicht in Form eines iterativen Prozesses erfolgen konnte. Vielmehr musste sie von Anfang an in den Lokalisierungsprozess eingebunden werden.

Lösungen

Alpha erarbeitete gemeinsam mit dem Kunden einen optimalen Workflow, der diesen Abläufen Rechnung trägt.  Basierend auf ersten Treffen mit dem Kunden, wurde ein Plan entwickelt, der von der Planung bis zur Auslieferung reichte. Während dieser Treffen evaluierten wir die konkreten Anforderungen und etablierten Richtlinien für die Verwendung von Tools, den Sprachstil, die Terminologie-Datenbanken und Übersetzungsspeicher. Bei der Planung wurden von Alpha detaillierte Sprachqualitätssicherung-(LQA)-Analysen an den bestehenden Texten vorgenommen. Ziel war es, zu verstehen, welche Qualitätsprobleme bei den bisherigen Übersetzungsdienstleistern aufgetreten waren. Nachdem festgestellt wurde, dass viele terminologische und stilistische Fragen durch eine ausgedehntere Wissensvermittlung vom Kunden zum Übersetzer verbessert werden konnten, haben wir diesen Austausch in unser System eingebaut.

Einrichtungsphase

Während der Einrichtungsphase erwiesen sich zwei Faktoren als wichtig: die Zuweisung der Ressourcen (Übersetzer, Lektoren) und die gemeinsame Nutzung von Wissen. Nach der Wahl des Projektmanagers ging es darum, die geeigneten Übersetzer für die Arbeit an diesem Projekt zu finden. Die erforderliche hohe Qualität bei der engen Terminvorgabe bedeutete, dass nur Übersetzer mit Erfahrung in der Automobilindustrie in Frage kamen. Unter diesen Umständen höchste Genauigkeit zu gewährleisten, war ebenfalls eine Herausforderung. Unser Team führt einen kontinuierlichen Evaluierungsprozess unserer Übersetzer durch, und zwar mithilfe unseres LQA-Teams, das die Arbeit stichprobenweise überprüft und sechs Mal im Jahr entsprechende Reports generiert. Gestützt auf präzise Bewertungen von Übersetzern, konnte der Projektmanager (PM) die Übersetzer in vollem Vertrauen auf deren Eignung auswählen. Die Terminvorgaben machten es erforderlich, dass zwei Übersetzer parallel in jeder Sprache arbeiteten.  Der Projektmanager wählte fünf Übersetzer mit entsprechender Erfahrungen und Fachwissen aus. Nach einiger Überlegung wurde ein sechster Übersetzer von einem Anbieter hinzugezogen, mit dem wir in der Vergangenheit zusammengearbeitet hatten und der für seine präzise Arbeitsweise hoch bewertet worden war. Vor Projektbeginn fand eine kundenspezifische Einarbeitung statt. Vom Kunden wurden detaillierte allgemeine sowie Richtlinien zum Ton und Stil und Glossare zur Verfügung gestellt. Gestützt darauf hielten wir vor Ort eine Informationssitzung mit allen beteiligten Übersetzern ab.

Der Arbeitsablauf

Der Kunde verfügte bereits über eine Übersetzungsumgebung, die in mehreren Etappen intern entwickelt worden war. Unser Team von Entwicklern hat diese in unser System integriert und die Übersetzungsspeicher importiert, die bereits bei früheren Projekten entstanden waren. Die Dateien wurden, sobald sie verfügbar waren, dem Übersetzerteam vom Projektmanager zugeteilt. Die Übersetzer bearbeiteten sie im Übersetzungssystem und übermittelten Fragen an den Kunden, wenn Fehler gefunden wurden oder wenn es Unsicherheiten zur Konsistenz oder Terminologie gab. Einmal fertiggestellt, wurden die Dateien für die Überprüfung durch unsere internen Korrekturleser in das System integriert.

Feedback

Übersetzungs- und Lokalisierungsprozesse werden oft als Einbahnstraße gesehen. Der Alpha-Prozess ist kooperativ und kommunikativ: Es wird ein Dialog zwischen uns und dem Kunden aufgebaut, der auf Offenheit und Vertrauen basiert. Wo Feedback vom Kunden kam, wurde es direkt wieder in den Prozess eingespeist, so dass jedes Segment der Übersetzung dem gewünschten Stil entsprach.

Ergebnisse

Der Kunde war mit dem anfänglichen Projekt sehr zufrieden. Die Qualität in den drei Sprachen wurde verbessert und unsere LQA-Tester konnten diese Verbesserung sogar in Zahlen messen. Unser System erwies sich erst recht als nützlich, als wir es in einer Reihe von weiteren Projekten mit diesem Kunden nutzen konnten, einschließlich wichtiger kundenorientierter Materialien. Wir arbeiten auch weiterhin mit diesem Kunden zusammen, um die Prozesse zu verfeinern und den hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden.